Psychische Gesundheit bei älteren Menschen

Fokusthema «Betreuende Angehörige»

Betreuende und pflegende Angehörige ermöglichen mit ihrem oft hohen und langandauernden Einsatz, dass Menschen mit altersbedingten und gesundheitlichen Einschränkungen so lange wie möglich zuhause leben können. Ein solches Arrangement entspricht vielfach dem Wunsch der unterstützungsbedürftigen Person und wird auch von vielen betreuenden Angehörigen positiv bewertet. Wissenschaftliche Studien belegen aber auch ein erhöhtes Risiko für körperliche und psychische Erkrankungen für betreuende Angehörige im Vergleich zu Personen ohne Betreuungssituation.

Durch gesundheitsfördernde Massnahmen eine gesunde Balance anstreben

Empfinden Angehörige die Betreuungssituation als belastend, kann dies zu Erschöpfung und in der Folge zu psychischen und körperlichen Erkrankungen führen. Für die gesundheitlichen Folgen spielen die subjektive Bewertung und das Stresserleben der betreuenden Angehörigen eine ausschlaggebende Rolle. Dabei beeinflussen sich die psychische und die körperliche Gesundheit wechselseitig. So kann sich psychische Belastung in körperlichen Symptomen ausdrücken und umgekehrt. Gesundheitsfördernde Massnahmen helfen, die psychische und die körperliche Gesundheit der betreuender Angehöriger zu stärken und Belastungsfaktoren abzubauen. Dazu zählen die Stärkung der persönlichen Ressourcen und der soziale Unterstützung von Angehörigen, sowie genügend Unterstützung durch angepasste öffentliche Dienstleistungen, faire Finanzierungsmechanismen und die öffentliche und gesellschaftliche Unterstützung.


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